Studien zur Mediennutzung von Kindern & Jugendlichen

Das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen wird in besonderem Maße untersucht. Es gibt diverse Studien, die sich ausschließlich dieser Thematik widmen.

Zwei davon möchten wir dir etwas genauer vorstellen, denn sowohl die JIM- als auch die KIM-Studie gibt es schon seit vielen Jahren, genauer gesagt seit 1998 bzw. 1999. Sie untersuchen die Nutzung im Alltag und die Ausstattung von Kindern mit verschiedenen Medien. Dabei werden unterschiedliche Altersgruppen berücksichtigt. JIM fokussiert sich auf 12-19-Jährige, während bei KIM 6-13-Jährige (und deren Eltern) im Vordergrund stehen.

Mittlerweile ist diese Gruppe von jüngeren Kindern immer wichtiger geworden, denn sie wachsen schon mit Smartphones, Tablets und W-LAN auf. Sie kennen es nicht mehr, sich mühsam über Telefone zu verabreden, sondern machen ihre Treffen spontan per WhatsApp aus. Werfen wir also jetzt mal einen genauen Blick in die beiden Studien, ihre Ziele und ihre Ergebnisse.

Die KIM-Studie

Hinter der Studie zum Thema Kinder und Medien (KIM) steckt der medienpädagogische Forschungsverband Südwest in Kooperation mit der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz.

Die aktuellen Ergebnisse der Umfrage von 2016 zeigen, welche Medien im Alter von 6-13 im Vordergrund stehen. Grundsätzlich hat sich herausgebildet, dass Kinder in diesem Alter durchschnittlich…

… 88 Min. fernsehen
… 39 Min. im Internet surfen
… 32 Min. am PC/an Spielekonsolen oder online spielen
… 28 Min. Radio hören
… 22 Min. Bücher lesen
… 19 Min. am Handy spielen
… 7 Min. am Tablet spielen

Ab dem Alter von 10 steigt die Relevanz von Computer, Internet und Smartphones aber gewaltig. Schon 59% aller Kinder nutzen ein Smartphone mindestens 1x in der Woche. 96% schauen mindestens 1x in der Woche fern.

Das Buch wurde leider stark verdrängt, denn nur noch 48% lesen regelmäßig aus freien Stücken. Mädchen lesen zwar häufiger als Jungs (59% zu 39%), aber allgemein ist diese Freizeitbeschäftigung deutlich zurückgegangen.

Wenn du mehr Details über die einzelnen Bereiche (Computer- und Konsolenspiele, Apps, Smartphones, TV, Internet) erfahren willst, dann kannst du die Ergebnisse online als Grafik oder in Textform abrufen. Ein Blick lohnt sich!

Die JIM-Studie

Auch die JIM-Studie wird von dem oben genannten Forschungsverbund und der Landesanstalt sowie der Landeszentrale durchgeführt. Hier stehen vor allem Jugendliche im Fokus, die schon wieder eine andere Mediennutzung zeigen als ihre jüngeren Altersgenossen bei KIM.

Smartphones, Internet und Computer spielen hier eine noch wesentlichere Rolle als bei kleineren Kindern. 92% der Befragten können von ihrem eigenen Zimmer aus auf das Internet zugreifen. Ungefähr die Hälfte hat ebenfalls ein Fernsehgerät bei sich im Zimmer.

Die Freizeit verbringen Jugendliche gerne am Handy (92%) und online (87%). Hier wird es umso relevanter, den richtigen Umgang damit zu lernen. Denn das Smartphone ist auch in der Schule präsent – was bedeutet, dass Online-Mobbing definitiv ein bedeutendes Thema ist. Auch YouTube und Apps wie WhatsApp sind aus dem Alltag von 12-19-Jährigen nicht mehr wegzudenken. Die Popularität dieser Medienformen ist enorm.

Im Internet kannst du interessante Details zu der JIM-Studie finde, die sich mit den Inhalten und den technischen Bereichen der Internetnutzung der Jugendlichen beschäftigen. Hier erhält man wertvolle Einblicke in die Medien-Lebenswelt der heutigen Jugend in Deutschland.

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