Smartphones – Die Alleskönner unter den Medien

Eine Welt ohne Smartphones, ohne Apps und ohne Messenger, können wir uns die heute überhaupt noch vorstellen?

Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, was das für uns bedeuten würde. Anstatt in der Casino-App Gorilla online spielen zu können, müsste Matthias wohl die nächste Spielbank in seiner Umgebung aufsuchen – ohne zu wissen, ob es den Slot dort überhaupt gibt. Wahrscheinlich würde er auch nicht von einem der Willkommenspakete profitieren, die online regelmäßig für neue Kunden erhältlich sind. Für ihn, sagt er, wäre das schon ein echter Einschnitt.

Zwar hängt von Situationen wie diesen kein Leben ab, aber es ist unter anderem die Bequemlichkeit, die mit den Smartphones in unser Leben eingezogen ist. Ständig ist es dabei, immer up-to-date und online und versorgt uns rund um die Uhr mit Infos, Nachrichten, Apps, Games, Wettervorhersagen, und und und.

Abgesehen von diesen vielen Anwendungen hat das Smartphone für viele Menschen auch die Kamera bzw. Digitalkamera ersetzt. Ein ganzer Markt hat damit zu kämpfen, dass viele Telefone bereits über hochwertige Kamerasensoren mit hoher Auflösung verfügen, die tolle Fotos schießen. Die Selfie-Funktion ist nur ein Aspekt, die wahrlich zum Erfolg beigetragen hat. Auch die Tatsache, dass mit nur ein paar Wischern das Bild per App schon bearbeitet oder mit lustigen Stickern versehen und ruckzuck verschickt werden kann, ist ein weiterer praktischer Vorteil, der vor allem junge Leute überzeugt, weiterhin mit ihrem Telefon zu fotografieren.

Am härtesten vom Smartphone-Siegeszug sind wohl auch Tageszeitungen betroffen. Wenn die Papierausgabe morgens im Briefkasten liegt, kann ich online auf Nachrichtenportalen bereits die allerneuesten News lesen, die es vielleicht schon nicht mehr in die Tagesausgabe geschafft haben. Aus diesem Grund bauen viele Zeitungen ihre Online-Portale aus und aktualisieren ihre e-Ausgaben mehrfach am Tag, um einen aktuellen Service zu bieten.

Aber Smartphones bringen nicht nur reine Freude in unser Leben. Viele Menschen haben sich so an ihr Telefon und die praktischen Funktionen gewöhnt, dass sie ohne ihr Lieblings-Accessoire gar nicht mehr vor die Tür gehen wollen. Einfach mal nicht erreichbar sein, keine Angst zu haben, eine Nachricht zu verpassen – von all dem können viele junge Menschen sich heute nicht mehr lösen. Erwiesenermaßen ist auch die Aufmerksamkeitsspanne gesunken, denn Jugendliche glauben oft, mehr als multitaskingfähig zu sein und schreiben gleichzeitig eine Nachricht, während sie über die Straße gehen und womöglich noch mit Ohrstöpseln die neuen Charts hören. Von der Umwelt kriegen sie dabei nicht mehr viel mit.

Aber Smartphones sind nicht allein an dieser Entwicklung schuld; schließlich erleichtern sie den Alltag auch in vielen Dingen. Mal eben ein schönes Foto aus dem Urlaub schicken, vielleicht sogar online eine Postkarte erstellen, eine kurze Nachricht durchgeben, schnell die Öffnungszeiten online nachlesen, Essen bestellen oder Tickets fürs Kino reservieren. All solche Dinge sind heute im Handumdrehen erledigt. Tatsächlich benutzen viele Leute, die ich kenne, ihr Smartphone immer seltener, um einfach damit zu telefonieren. Die vielen Apps, Gadgets und Messenger stehen auf jeden Fall im Vordergrund.

Aktuell ist sogar das kontaktlose Bezahlen mit Smartphones an der Kasse ein Thema, das im Gespräch ist. Inwieweit diese Methode absolute Sicherheit verspricht und welche neuen Türen für Cyber-Kriminelle sich damit öffnen, ist noch nicht abzusehen.

Überhaupt wird sich zeigen müssen, wohin der Trend mit Smartphones führt, welche Funktionen diese bald noch besitzen und welche Produkte sie damit möglicherweise unnötig machen und ersetzen. Eins ist klar: Die Entwicklung der digitalen Medien ist noch nicht am Ziel angelangt, aber wir müssen darauf achten, verantwortungsvoll damit umzugehen und die neuen Medien sinnvoll und vernünftig zu nutzen.

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